Besonderheiten von Reinraum-Anwendungen
Ein Reinraum ist ein speziell kontrollierter Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Partikel (z. B. Staub, Mikroorganismen, Aerosole) sowie weitere Umweltparameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Strömungsverhältnisse gezielt begrenzt und überwacht werden. Ziel ist es, Verunreinigungen zu minimieren, um sensible Produkte, Prozesse oder Personen zu schützen.
Technische Reinräume werden vor allem in industriellen und technologischen Bereichen eingesetzt, z. B.:
- Mikroelektronik und Halbleiterfertigung
- Optik, Feinmechanik, Sensorik
- Luft- und Raumfahrt
- Batteriezellen- und Medizintechnikfertigung
Merkmale:
- Fokus auf partikuläre Reinheit (Staub, Fasern, Aerosole)
- Klassifizierung nach ISO 14644-1 (z. B. ISO-Klasse 1 bis 9)
- Hauptziel ist der Produktschutz (z. B. Vermeidung von Defekten auf Chips)
- Im Bereich der Batteriezellenherstellung ist der Personenschutz wichtig
- Mikrobiologische Aspekte spielen meist keine oder nur eine untergeordnete Rolle
Pharmazeutische Reinräume werden für die Herstellung von Arzneimitteln eingesetzt, insbesondere bei sterilen Produkten wie Injektionslösungen oder Impfstoffen.
Merkmale:
- Kontrolle von Partikeln und Mikroorganismen
- Klassifizierung nach GMP-Richtlinien (EU-GMP): Grade A, B, C, D
- Strenge Anforderungen an:
- Personalhygiene und -schulung
- Reinraumkleidung
- Reinigungs- und Desinfektionsprozesse
- Dokumentation und Validierung
Hauptziel ist der Patientenschutz und die Produktsicherheit.
Da häufig mit hochwirksamen Substanzen gearbeitet wird (API oder HPAPI), ist der Schutz der Mitarbeiter in diesen Bereichen essentiell.
Welche Reinraum-Klassen gibt es nach EN ISO 14644-1 und dem GMP Annex 1?
Empfehlungen in Abhängigkeit von der gewünschten Reinraumklasse und dem notwendigen Level des Produkt- und Personenschutzes.
Reinraumbekleidung vs. Schutzkleidung
Mehrwegbekleidung unterscheidet sich deutlich von Schutzkleidung.
Hier einige Tests.




